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Bericht 3 vom 21.06.2015 – Hilfe für Nepal

Liebe Sponsoren, liebe Freunde Nepals, sehr geehrte Damen und Herren,

nach unserem letzten Bericht vom 4. Juni 2015 möchten wir Sie heute über unsere weitere Hilfe für Nepal nach den schweren Erdbeben am 25. April 2015 und am 12. Mai 2015 informieren.

Wir freuen uns über die große Spendenbereitschaft! Die Spendenaktivitäten sind vielfältig – Vereine, Schulklassen, Kirchengemeinden, Firmen, Freundeskreise – veranstalten kleine und große Events, Kuchenbasare, Spendenläufe, Trödelmärkte, Benefizkonzerte zugunsten der Kinderhilfe Nepal e.V.Presse KHN
Mit Ihrer Hilfe können wir unsere Unterstützung der vom Erdbeben betroffenen Kinder und Familien fortsetzen – und danken allen Sponsoren ganz herzlich.

Die KHN hilft direkt und unbürokratisch den Menschen in Nepal.
Für die Soforthilfe unserer Kinder und ihrer Familien, die in große Not geraten sind, haben wir weitere Mittel zur Verfügung gestellt –

Unser Helfer Dr. Hari Shrestha (rechts) übergibt den Notfonds an Sagar Lama
Unser Helfer Dr. Hari Shrestha (rechts) übergibt den Notfonds an Sagar Lama

Unsere Helfer von der Partnerorganisation Samrachana, Herr Dr. Hari Shrestha und Herr Pasang Sherpa haben diese Hilfe an Familien in der Region Solu Khumbu und in Kathmandu und im Kathmandu-Tal bereits verteilt.

In der Gemeinde Namjung mit insgesamt 960 Häusern sind alle Gebäude nach dem Erdbeben beschädigt. Der Unterricht konnte nun auch für die 50 Schüler der Bhimsen Primary School

Dank der Errichtung eines provisorischen Schulgebäudes wieder beginnen – die Kinderhilfe Nepal e.V. hat dafür Aufbauhilfe zur Verfügung gestellt.

Auch der beschädigten Phaidoka Primary School in Bhaktapur

wurde ein Notfonds übergeben, um den Unterricht fortzusetzen.

Die Kinderhilfe Nepal e.V. überprüft und plant folgende Projekte:
– Die mit Mitteln der KHN erbaute Thangka Malschule in Lukla/ Everest-Region

zu rekonstruieren bzw. wieder aufzubauen.
– Der Kindergärten der Kinderhilfe Nepal in Dharmastali unweit von Kathmandu ist stark zerstört worden und muss in ein anderes Haus umziehen. Mittel für den Umzug und die Einrichtung sollen zur Verfügung gestellt werden.


– Der von Inka Bause geförderte Inka-Kindergarten in Kathmandu

Inka verteilt Geschenke
Inka verteilt Geschenke

wurde teilweise beschädigt – Reparaturen und die Wiederherstellung sind geplant.

 

– Die beschädigte Schule in Chaurikharkha/ Everest-Gebiet (40 von uns geförderte Kinder besuchen diese Schule) zu rekonstruieren bzw. zu reparieren.

– Wir werden das Angebot der internationalen Organisation Trauma Recovery zur Behandlung und Therapie traumatisierter Kinder mit Hilfe der EMDR-Methode unterstützen.
– Die Beteiligung an einem Neubau für die Bhimsen Primary School in Namjung wird geprüft.
– Parallel dazu prüfen wir den Bau einer kleinen Schule in Bhumesthan/ Distrikt Dhading. In diesem Ort wurden alle Häuser komplett zerstört.

Alle Spenden werden von der KHN verwaltet und zweckgebunden für die Erdbebenhilfe zu 100% eingesetzt. Über den Stand der Hilfsmaßnahmen werden wir Sie regelmäßig auf dem Laufenden halten.

Ganz herzlichen Dank für Ihr Engagement für Nepal und die besten Grüße,

Heike Kunze

Kinderhilfe Nepal e.V.
Kinderhilfe Nepal e.V.

1.Vorsitzende KHN
Das Spendenkonto der Kinderhilfe Nepal lautet:
IBAN: DE 24 7705 0000 0578 2114 012
BIC BYLADEM1SKB
Sparkasse Bamberg

Meine erste Reise nach Nepal

Verfasserin: Maria Zweier

Nach vielen Vorbereitungen war es endlich soweit – am 15. März flogen wir – Frau Dr. Dorothea Thiel, Herr Dr. Gerhard Thiel, ihr Sohn Thomas Thiel, meine Mutter Rita Zweier und ich nach Kathmandu. Für mich war es die erste Reise nach Nepal. Dort angekommen bemerkte ich schnell, dass man sich fühlt wie in einer anderen Welt.

Wir verbrachten drei Tage in Kathmandu, besichtigten Tempel und heilige Plätze, die von der UNESCO. als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurden.
Am zweiten Abend wurden wir von der Familie einer ehemaligen Schülerin der Kinderhilfe zum Essen eingeladen. Wir wurden herzlich empfangen. Nach und nach bekam die Familie Zuwachs, bis 21 Familienmitglieder mit uns am Tisch saßen. Es war ein sehr schöner Abend.

Mittwochmorgen ging unser Flug nach Lukla auf 2850 m. In der Lodge, in der wir an diesem Tag übernachteten, trafen wir bereits zwei Schülerin-nen der Kinderhilfe.
Anschließend beschlossen wir, einen Überraschungsbesuch in der von Edda Wolf gegründeten Tangka Painting School zu machen. Die Mönche und Lehrer, die gerade Unterricht hatten, waren erfreut und zeigten uns die Schulräume und den neu angelegten Gemüsegarten.

Unser Ziel auf der Trekking-Tour war Pangboche (3970 m), wo wir die Familien von zwei Schülern der KHN besuchten. Mit gewonnen Höhenmetern wurde die Landschaft kahler und es wurde auch kälter, so kalt, dass wir uns auf halbem Weg für die Nacht Wärmflaschen kauften, die unsere Schlafsäcke etwas molliger machten.
Auf unserem Rückweg zurück nach Lukla erlebten wir einen überwältigenden Empfang in der Schule in Ghat.

Wir gingen durch ein Spalier von Kindern in Schulkleidung, die klatschten und uns kleine Blumensträußchen überreichten. Zwei kleine Mädchen führten nepalesische Tänze auf. Begrüßungsreden wurden vom Lehrer und dem Vorsitzenden des Schulkomitees gehalten. Im Anschluss führten uns die Lehrer durch die vorbildlich ausgestatteten Klassenzimmer.

Nepal und seine Einwohner haben mich stark beeindruckt. Trotz der großen Armut waren alle sehr großmütig und freundlich.

Wieder in Lukla angekommen bereiteten wir alles für das Treffen mit den Schülern aus der Himalaya-Region vor, die von der Kinderhilfe unterstützt werden. Die Schüler kamen mit Müttern, Vätern und Geschwistern. Wir aktualisierten unsere Personalbögen und teilten kleine Geschenke der Sponsoren aus, die wir mitgebracht hatten. Die jüngeren Schüler waren sehr schüchtern, die älteren dagegen tauten mit der Zeit etwas auf.

Meine Mutter und ich trafen zum ersten Mal unser Patenkind Pemba Chhuti Sherpa, sie kam mit ihrer Mutter. Nachdem die Schüler und ihre Familienangehörigen wieder auf dem Heimweg waren, kamen die Mönche der Tangka Painting School mit ihrem Lama. Sie beteten, dass wir wohl behalten nach Hause zurückkehren.

Zurück in Kathmandu trafen wir weitere Schüler der Kinderhilfe.
Eines der Highlights war ein Busausflug mit 32 Kindern aus Kathmandu (27 Mädchen, 5 Jungen) nach Bungamati, einem Dorf, dass durch seine Holzschnitzer bekannt ist. Nach Besuch der Tempelanlage und der vielen kleinen Holzschnitzerwerkstätten aßen wir gemeinsam zu Mittag. Auf der Rückfahrt im Bus wurde ein Sängerwettstreit durchgeführt, wir waren vorbereitet – und sangen die deutsche Nationalhymne und das Oberfrankenlied. Es war ein wunderschöner Ausflug.

Zwei Tage später traten wir unseren Rückflug nach Deutschland an.
Es war eine wunderschöne Reise !!!